„Verdammt noch mal, sag uns endlich wo du es versteckt hast!“ brüllte der Mann und schlug seinem vor ihm knienden Opfer den Kolben seiner Schrotflinte gegen den Hinterkopf. Der Mann ächzte vor Schmerz, biss sich jedoch auf die Lippen und erwiderte „Niemals, du verdammter Hund, los knall mich ab, dann erfährst du es nie...“ Der Mann drehte sich um und blickte ins dunkel: „Keine Chance Boss der Wichser denkt er wäre besser als wir.“ Ein kurzes Lachen kam aus dem Dunkel und ein untersetzter Mann mit Mantel, dessen Kragen er hochgeschlagen hatte trat ins Licht der trüben Glühbirne, die den Raum jämmerlich erleuchtete. „Gut, Gut, ich bin begeistert, es wird wohl Zeit ihm mit dem Schraubenzieher bekannt zu machen, leg los Mike.“
Mike, der in seiner Vergangenheit mehr als einmal seine Opfer mit dem Schraubenzieher bekannt machte, begann zu grinsen „Hey Arschloch, lehn dich zurück und genieße es, es tut zwar weh aber man lernt seinen Körper dadurch richtig gut kennen. Keine Angst, ich nehme eine Stelle wo nicht zuviel Fleisch auf dem Knochen ist, dann merkst du eher wenn der Schraubenzieher am Ziel ist.“ Er nahm den Schraubenzieher und begann sein teuflisches Werk, sein Opfer begann wild zu zappeln konnte sich jedoch nicht von seinen Fesseln lösen.
Die Schreie des Opfers verhallten in dem Raum und füllten ihn an mit ohnmächtigem Schmerz. „Das reicht Mike“ sagte der Mann in dem Mantel und trat an den reglos am Boden liegenden Körper er fasste ihn an den Haaren und zog den Kopf ganz nah an sein Gesicht.. „Immer noch keine Ahnung Jim?“ Jim noch immer vom Schmerz gelähmt, versuchte eines seiner geschwollenen Augen zu öffnen, blickte dem Mann in dem Mantel ins Gesicht und spuckte ihm eine Mischung aus Blut und Spucke ins Gesicht.
„Verdammter Wichser, das reicht, Mike hol mir den Bunsenbrenner.“ Mike begab sich ins Dunkel und kehrte mit einer Lötflamme zurück: „Hier Boss.“ sagte er und übergab die Lötflamme an seinen Boss, dieser entzündete die Lötflamme und hielt sie Jim nah ans Gesicht: „ich wollte immer schon mal herausfinden ob Augen brennen können.“ Der Schuß trat an der Schläfe in dne Kopf des Mannes ein und die Kugel wurde von der Schädeldecke zurückgeworfen und hinterließ verheerende Spuren im Gehirn des Mannes. Er war tot bevor er sein Körper zu Boden fiel. „Boss? Oh Scheiße, oh scheiße.“ schrie Mike und feuerte ins dunkel, die feurige Mündungsblume erhellte den Raum für einen kleinen Augenblick und Mike feuerte blind in alle Ecken.
Der zweite Schuss aus dem dunkle streckte Mike nieder und die Schrotflinte fiel ihm aus der Hand.
„Sie sind zu einer Bedrohung geworden Jim, sie haben fahrlässig gehandelt, das Geheimnis muss bewahrt bleiben, wissen sie was los ist, wenn es in die falschen Hände gelangt? Ich rede nicht von einer kleinen Krise verdammt, wir reden hier vom dritten Weltkrieg, die verdammte Apokalypse sie Idiot. Sagen sie mir jetzt wo sie es versteckt haben, damit wir es zurück bringen können.“
Jim konnte die Person nicht sehen doch das war auch nicht nötig. „Ja ich weiß Bescheid Commander, zu viele Menschen sind bereits dafür draufgegangen, ich habe gelernt niemandem zu trauen, nicht mal ihnen, also scheren sie sich zum Teufel, von mir werden weder sie noch sonst irgendjemand erfahren wo es ist.“
„Das dachte ich mir, nun sie werden verstehen, dass ich das nicht akzeptieren kann.“ er trat ins Licht eine Zigarette im Mundwinkel und holte sein goldenes Zippo aus der Tasche: „Bereit?“ fragte er. Jim schaut ihn an und nickte. Die Schüsse kamen schnell und ohne Vorwarnung dennoch trafen sie mit tödlicher Genauigkeit. Jim war sofort tot. Der Mann holte einen Benzinkanister aus einer Ecke des Raumes verteilte es auf den Leichen und im Raum, zündete sich seine Zigarette an und warf das noch brennende Zippo dann in die Benzinlache. Die Flammen fraßen sich durch den Raum der schon bald angefüllt war mit beißendem Rauch und hellen lodernden Flammen, der Mann verschwand aus einer Seitentür und schwang sich in sein Auto.
Fast hätten ihm die drei Leid getan allerdings spielten sie alle auf der falschen Seite. Chuck, der Boss und sein Gorilla Mike waren simple Gangster die es an den meistbietenden verscherbeln wollten, nicht auszudenken wem sie es verkauft hätten. Jim, war eigentlich einer von den guten, hatte es jedoch aus der Forschungseinrichtung gestohlen um es im Osten an eine Organisation zu verkaufen die nicht unbedingt für Lebensbejahende Aktionen bekannt war. Also hatte man ihn darauf angesetzt. Er war Commander einer Einheit die über jeglichen Einrichtungen im Lande stand. Es gab keine Bezeichnung für diese Einheit da man dadurch auch gleichzeitig ihre Existenz manifestiert hätte. Er lebte zwischen den Welten und fühlte sich dort auch wohl. Es war nun zeit den Anruf zu machen, er holte sein Handy aus der Tasche und wählte eine Nummer „Hallo, ich bins hören sie einfach zu, ich habe den Job erledigt und begebe mich nun zu dem Punkt an dem er aufgegriffen wurde, ich denke er wird es uns nicht leicht machen es zu finden.“ die Stimme aus dem Telefon klang dienstlich und in keiner weise besorgt: „Gut, wir haben vollstes Vertrauen zu Ihnen, seien sie jedoch vorsichtig, ich denke das sie nicht alleine sein werden bei ihrer Suche. Der letzte Punkt an dem der Sender anschlug, bevor er geschnappt wurde liegt irgendwo im nirgendwo, und denken sie daran das er auch die Audioaufzeichnungen des Professors mitgehen lassen, die könnten ihnen eventuell helfen. Ich beginne mit der Übertragung: Whisky, Charlie, Foxtrott... Viel Glück, melden sie sich wenn sie erfolgreich waren.“ Das Gespräch wurde jäh beendet und der Commander schloss sein Handy und verstaute es in seiner Manteltasche, er programmierte sein Navigationssystem und begann seine Reise. Er mochte es ein Schattenwesen zu sein, einer derjenigen zu sein die nicht da waren, deren Atem mann trotzdem spüren konnte. Das Navigationssystem spuckte endlich eine Route auf und er beschloss sofort zu starten. Er schaltete das Radio ein, wählte einen Sender auf dem gerade Coldplay lief „Thats was when I ruled the world...“ Wie passend sagte er zu sich selbst grinste kurz in das dunkel der Nacht und trat auf das Gaspedal, einem neuen Auftrag entgegen...
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