Dienstag, 18. November 2008

Splitter

Er sah Sie an und wußte was sie empfand. Der Traum war geträumt. Aus und vorbei. Die Gewißheit legte sich wie eine eiserne Hand um seine Seele. Er unterdrückte das Verlangen laut loszuschreien, das Verlangen sich mit einem Messer zu stechen um die Schmerzen zu lindern und das Verlangen sie in den Arm zu nehmen. Panik machte sich in ihm breit. Er durfte sie nicht verlieren. Er würde das nicht überleben. Sie sagte das sie nicht wisse was sie fühle. Er wusste das sie log. Ihm wurde bewusst, das er sie bereits verloren hatte. Sie wandte sich ab von ihm. Seine Augen füllten sich mit der Flüssigkeit die sowohl Freude als auch Leid auszudrücken vermag. Als sie endlich fort war, konnte er endlich die unbändigen Kräfte der Verzweiflung hinaus lassen, die ihn zu zerreissen versuchten. Er sank auf die Knie. Es brach aus ihm heraus, all das was in ihm schlummerte brach nun mit der Gewalt eines schweren Tornados aus ihm heraus. Zulange hatte er einstecken müssen, zulange war er derjenige gewesen der versuch hatte sich zu verändern, all diese Dinge entflohen nun aus seiner geschundenen Seele. Schreie, Tränen, Zittern, Selbsthass. Er wusste das er die Schuld an all dem Trug, er ganzh alleine. Er hatte immer das Gefühl gehabt nicht gut genug zu sein und versucht dieses mit Witz und Charme zu übertünchen. Das war schon sein ganzes Leben so gewesen. Nun aqn dem Punkt an dem dies alles zu Tage kam fühlte er sich unzulänglich und leer, alleine gelassen mit sich und seinem Leid. Wieder einmal lagen die Splitter seines Herzens vor ihm. Er wusste das er es diesmal nicht schaffen würde aus den Bruchstücken ein wieder funktionierendes Herz zu formen. Das alles lag wie ein Fluch auf ihm. Er begann zu lachen. Er wusste das er in Selbstmitleid versank und genau das wollte er. Nach einer Nacht des betäubens mit Alkohol, der Verzweiflung, der Tränen und einer mehr als gesunden Portion Selbstmitleid erwachte er auf dem Teppich. Er wollte sie sehen, nein er musste. Er wollte erfahren was in ihr vorging. Ein letztes aufbäumen. Der letzte Versuch. Danach gäbe es nichts mehr zu tun für ihn. Leere würde ihn umfangen. Er ging...

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